Enduropale du Touquet 2014

Am Donnerstag startete die über 1000 km lange Reise nach Frankreich für uns. Nachdem wir 300 km bereits gefahren waren, gab es Probleme mit unserem Bus und wir mussten anhalten. Hier hätte die Tour schon beendet sein können, aber zum Glück war “nur” das Thermostat kaputt. Als dieses repariert wurde, konnte die Reise weitergehen. Nach 14 Stunden Fahrt waren wir dann auch endlich in Frankreich angekommen.
Am Freitag war Anmeldung und Technische-Abnahme angesagt. Diese lief auch nicht ohne Probleme ab. Weil auf meiner Dänischen Lizenz alles auf dänisch steht, musste eine Starterlaubnis vom DMU an den Veranstalter geschickt werden. Also musste ich beim DMU anrufen und denen mit meinem Schul-Dänisch erklären, dass sie eine Starterlaubnis schicken sollen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam die Starterlaubnis per Email dann auch endlich an und ich konnte mich anmelden. Danach wurde mein Moped gecheckt und mein Brustpanzer und Helm kontrolliert. Alles war in Ordnung gewesen und ich musste nun mein Moped im Parc Fermé abstellen. Hier stand es jetzt die Nacht über mit den Maschinen der anderen Fahrer eingesperrt und bewacht von der Security.
Dann sind wir runter zum Strand gegangen, um die über 3 km lange Strecke abzulaufen. Die Startgerade war wie schon letztes Jahr ewig lang und sehr breit. Danach führte eine 180 Grad Kurve auf die Strecke. Diese fing an mit ein paar leichten Kurven, zwischen denen einige Sprünge waren. Dann kam eine langgezogene Rechtskurve und danach teilte sich die Bahn. Man konnte sich also entscheiden ob man lieber die linke oder rechte Spur fahren wollte. Danach fuhr man über lange Wellen und Kurven mit fetten Anliegern. Nach einigen Auffahrten und vielen Sprüngen sowie weiter Wellen ging es wieder von vorne los. Die Strecke gefiel mir und ich war schon heiß auf das Rennen.
Am Samstag ging es dann los. Wir durften in das Parc Fermé zu unseren Motorrädern und sind im Konvoi durch die  Stadt runter zum Strand gefahren. Hier begann schon das Rennen, bevor es überhaupt angefangen hatte. Ständig fuhr jemand gegen einen und wenn man nicht aufpasste und eine zu große Lücke zum Vordermann ließ, fuhr sofort einer der anderen Fahrer in diese hinein. Als wir dann unten am Strand bei dem Start waren, mussten wir noch kurz warten bevor es dann losging. Es wurde mit einem Gummiband gestartet. Ich stand allerdings auf der Seite, wo es nicht losgelassen wurde, deshalb konnten die Fahrer, die auf der rechten Seite standen früher losfahren. Ich hatte also einen schlechten Start und musste mich durch das Feld kämpfen. Dabei ging ich zweimal in der ersten Runde zu Boden und hatte nun sehr großen Abstand zu den anderen Fahrern. Ich bin trotzdem weiter gefahren und nach 30 Minuten fuhr ich zum ersten mal in die Box zum Tanken. Danach fand ich einen guten Rhythmus und fuhr immer weiter nach vorne. Nach weiteren 30 Minuten fuhr ich zum zweiten Tank-Stopp in die Box. Nun hatte ich nur noch eine halbe Stunde zu fahren. Auch diese lief ohne Sturz ab und ich hatte meine Kraft mir gut eingeteilt und konnte somit noch einige Fahrer in den letzten Runden überholen.

Am Ende wurde ich dann 44 von insgesamt 118 Fahrern. Damit war ich eigentlich auch zufrieden und bin gut in die neue Saison 2014 gestartet. Dieses Jahr nehme ich an der Dänischen Meisterschaft, sowie dem Offroadscramble teil. Bisher liefen die Vorbereitungen gut und ich bin voll im Training.

Hier habe ich ein Kleines Video aus Frankreich: http://www.youtube.com/watch?v=qAJke0DCZYc

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